|
Interdisziplinäres
Projekt
Website und Kunstinstallation
Ins Netz gestellt August 2001
Verteilungsgerechtigkeit
ist nicht nur ein wichtiges Thema der politischen und Moralphilosophie,
sondern auch des alltäglichen Denkens. Die Frage nach dem jeweiligen
Anteil an öffentlichen Gütern und Dienstleistungen beschäftigt alle.
Selbst diejenigen, die das größte Stück des gesellschaftlichen Kuchens
besitzen, müssen das entsprechende Verteilungsmodell rechtfertigen.
Es ist eine Binsenweisheit, dass fast alle Menschen (vor allem in
den Schwellenländern), ihre soziale Position nach intuitiven Prinzipien
von Verteilungsgerechtigkeit als "ungerecht" empfinden.
"Verteilungsgerechtigkeit"
ist ein offenes, interdisziplinäres Projekt, das von Menschen aus
verschiedenen Bereichen (Kunst, Philosophie, Soziologie, Fotografie,
Design, Programmieren) entwickelt wurde. Es beschäftigt sich mit
der Frage, wie öffentliche Güter und Dienstleistungen in einer Gesellschaft
verteilt sind.
Das
Projekt hat zwei Teile:
1. Im virtuellen Raum das Internetspiel, URL:
www.distributive-justice.com. Dabei verteilen die Teilnehmer
nach Belieben materielle und nichtmaterielle Güter und bauen damit
eine sich dynamisch verändernde "Gesellschaft" auf. Am
Ende des Spiels werden verschiedene typische Gesellschaftsformen
erkennbar.
2.
In der Ausstellung die "Arbeitsraum"-Installation, die
das in den einzelnen Teilen - dem virtuellen (Website), dem praktischen
(Feldforschung, Meinungsumfragen) und dem theoretischen (Auseinandersetzung
mit relevanten Texten, offene Diskussionen, Vorträge, Seminare)
- entstandene und kontinuierlich weiterentwickelte Material präsentiert.
Von Ausstellung zu Ausstellung verändert und entwickelt sich dieses
Material. Die Beteiligung vieler verschiedener Länder führt dazu,
dass jedes Land seine Spuren in der Arbeit hinterlässt, die dann
Bestandteil der Ausstellung werden. Während der Ausstellung(en)
können die Besucher (d.h. die Projektteilnehmer) Texte lesen, Vorträge
hören, chatten, diskutieren, an Umfragen teilnehmen, im Web surfen,
Material ausdrucken, kopieren, Video- oder Audiokassetten aufnehmen
usw. (wie bei unserem vorangegangenen Projekt "Closed
Reality - Embryo").
Später
werden dann sämtliche Projektteile auf einem Web-Portal zusammengeführt.
Die tatsächlichen und potentiellen Teilnehmer erhalten so einen
eigenen virtuellen Raum zum Informations- und Meinungsaustausch
(Mailing-Liste, Forum, Chat), zum Aufbau von Datenbanken usw. Auf
diese Weise wird aus dem Projekt nach und nach ein dauerhaftes offenes
Forum.
Von
denselben Autoren: "Closed Reality - Embryo"
Wollen
Sie mitmachen oder weitere Informationen bekommen?
Dann kontaktieren Sie andreja.kuluncic@zg.tel.hr
www.andreja.org
|