Theorie, die den unbegrenzten Kapitalismus als einzig moralisch vertretbare Gesellschaftsordnung verteidigt. Die Ausgangsbasis dieser Lehre ist sowohl das Recht jeden Individuums, über die eigene Person und über alles, was sie erschafft, frei und unbegrenzt verfügen zu können als auch das Recht auf eine ungestörte – oder nur schwach begrenzte - Aneignung von Außenressourcen. Das Erste bedeutet, dass jede Einzelperson das ausschließliche Recht auf alle Güter besitzt, die als Ergebnis der Anwendung eines seiner Talente und seiner eigenen Produktivität hervorgebracht worden sind. Das Zweite bedeutet, dass die Einzelperson entweder ein Recht auf alle Naturressourcen beanspruchen kann, die sie vor allen anderen in Besitz genommen hat oder dass eine solche Beanspruchung nur dadurch begrenzt werden kann, dass der Einzelne durch das Verfügen über diese Ressourcen die anderen in keine schlechtere Position als in die davor bringt. Jede Einzelperson kann weiter alle Güter, die sie durch ihre Arbeit oder durch Anwendung von den in Besitz genommenen Ressourcen erworben hat, durch gleichwertige Güter der anderen austauschen. Wenn der Austausch auf Freiwilligkeit basiert, so ist auch das Ergebnis gerecht. Diese Theorie interessiert nur das Procedere, und dass dabei keine Gewalt angewandt wurde. Wenn das alles so war, dann ist auch die Güterverteilung ohne Rücksicht auf das Endergebnis gerecht gewesen, d.h. ohne Rücksicht darauf, wie viel oder ob überhaupt jemand danach etwas hat. Keine durch den Staat erzwungene Intervention zur Hilfe der Unbemittelten ist hier erlaubt.

Die Hauptvertreter dieser Theorie sind: Friedrich A. Hayek, Robert Nozick, Jan Narveson.

   
   
  John Rawls
  Ronald Dworkin
  Der rechte Libertinismus
Der linke Libertinismus
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