Theorie, die sich das Erreichen eines maximalen Wohlstands der Gesellschaft als Ganzes zum Hauptziel gemacht hat. Dies soll erreicht werden, indem man zuerst schaut, was jeden Einzelnen glücklich macht, dann die zahlreichen Bedürfnisse der Einzelnen addiert, um dann zu überlegen, wie die meisten von ihnen befriedigt werden können. Die Handlungsrichtung, welche die meisten Einzelpersonen glücklich macht bzw. bei den wenigsten eine Frustration ihrer Wunscherfüllung hervorruft, ist die einzig richtige. Utilitarismus ist an einer Güterverteilung nur insofern interessiert, als sie zu einer allgemeinen Glückssteigerung beiträgt. Theoretiker dieser Orientierung vertreten größtenteils die Meinung, dass eine in etwa ausgeglichene Güterverteilung die beste Wirkung aufweist, weil die Menschen um so mehr zu schätzen wissen, was sie am wenigsten besitzen (z.B. bedeutet ein Dollar einem Bettler mehr als einem Milliardär). Daraus folgt, dass der Zufriedenheitsverlust der Reichen, deren Vermögen man in einem vernünftigen Maß unter Beschlag nimmt, geringer ist als die Zufriedenheitssteigerung der Armen, wenn sie ein Vermögen erhalten, so dass eine Umverteilung des Reichtums, die das Vermögen innerhalb einer Gesellschaft ausgleicht, auch zur gesamten Glückssteigerung führt. Die Utilitaristen befürworten aber keine totale Gleichheit, da sie sich demotivierend auf die Arbeitslust der Talentierten auswirken würde, damit auch auf den Reichtum der Gesellschaft als Ganzes. Ihr Ziel ist es, zwischen den Faktoren, die Gleichheit bzw. Ungleichheit produzieren, ein Gleichgewicht herzustellen.

Die Hauptvertreter dieser Theorie: Richard Brandt, R.M. Hare, John Harsanyi, J.J. Smart.

   
   
  John Rawls
  Ronald Dworkin
  Der rechte Libertinismus
Der linke Libertinismus
  Utilitarismus
  Pluralismus
  Der strikte Egalitarismus